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  Ortsgeschichte / Glotter- Wasserwerke / Öl- und Senfmühle

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Quellen: >> siehe Veröffentlichungen, Bilder und Text übernommen aus Heft 22/23,
[3.22/23]
"Denzlingen, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Heft 22/23, Jahrgang 1995",
Texte: Otto Berger, Hartmut Nübling

Die Öl- und Senfmühle

Öl- und Senfmühle, sowie eine Kreissäge - Hauptstr. 178

 
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Ölmühle
 

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Ölmühle heute
 

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  Kontakt

1. Vorsitzender
Joachim Müller-Bremberger,
Tel 07666 - 880309

Führungen im Heimethues
Manfred Wössner,
Tel. 07666 - 900457

Führungen im Storchenturm, Zeller Bilder
Daniel Böhler,
Tel. 07666 - 3637

Führungen im Storchenturm Gebäude und im Ort
Dieter Ohmberger,
Tel. 07666 - 2612
 

Karten und Ortspläne

>> Aktueller Ortsplan (pdf)
>> Denzlingen 1873

>> Dorfplan 1752

 

 
Besitzer der Mühlen waren von 1870 bis 1922 Mathias Kasper, seit 20. Mai 1922 dessen Sohn Rudolf Kasper. Bei den Denzlingern wurde die Familie „s'Ölers" genannt. In den Jahren von 1927 bis 1930 war Rudolf Kasper Bürgermeister von Denzlingen, zusätzlich zu seinen Aufgaben als Landwirt und „Öler". Es fehlen über die Ölmühle Angaben, die in die weitere Vergangenheit zurückgehen, da Akten, Urkunden und Zeichnungen nicht vorhanden sind.

Die Glotter wurde durch eine Schleuse gestaut. Reste der Anlagen sind im Bachbett noch zu sehen. Mit Hilfe der Wasserkraft wurde mittels einer Zahnradübersetzung auf die Hauptwelle eine Ölmühle und von da über einen Riemen eine Kreissäge und eine weitere Ölmühle angetrieben. In der Ölmühle wurden Raps (Levat), Leinsamen, Nüsse oder Mohn zu ÖI gepreßt.

Nebenbei wurden Arbeiten in der Flachsverarbeitung ausgeführt. Der Flachs wurde zuerst in der Hanfreeze gewässert, dann getrocknet und anschließend in der Knütsche gebrochen. Diese Verarbeitung ist im Heft 11/1983 dieser Reihe ausführlich beschrieben.

Der Betrieb der Ölmühle mußte mit Beginn des 2. Weltkriegs eingestellt werden. Der Müller Rudolf Kasper wurde zu den Soldaten eingezogen. Da die Arbeit in der Mühle Männerarbeit war, war niemand mehr da, der die Mühle hätte betreiben können. In Vörstetten und in Teningen waren während und nach der Kriegszeit Ölmühlen in Betrieb. Dorthin wurden z. B. die zur Ölgewinnung gesammelten Bucheckern gebracht.

Als Denkmal für die ehemalige Ölmühle gestaltete der Bildhauer Helmut Lutz einen Brunnen an der Hauptstraße. Er verwendete dazu die Mühlsteine und gestaltete daneben einen Mann, der einen Sack in die Mühle trägt.

Das Nutzungsrecht für die Ölmühle ist durch Verzicht am 24. Februar 1965 erloschen.

 

   
  Die Anlage in Zahlen:

Die Angaben zur Mühlenanlage stammen aus dem Wasserrechtsbuch in Karlsruhe vom 18. Juni 1925

Breite der Glotter

   
oberhalb der Mühle   4,80 m
unterhalb der Mühle   6,00 m
Stau- und Leerlaufschleuse rechts    
lichte Breite   2,60 m
Einlaßschleuse links   1,80 m
Höhe des Überfalls   1,70 m
Das Wasserrad bestand aus Eisen mit Holzschaufeln, unterschlächtig, in der Radkammer an der flußseitigen Wand der Ölmühle    
Durchmesser:   3,80 m
Schaufelbreite   1,00 m
Nutzgefälle   1,85 m
Wassermenge
skl = Sekundenliter (Liter pro Sekunde)
  750 skl,
Größte Nutzleistung   5 PS
     


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Update 20-04-2017 08:42 RZ